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Positionspapier – öffentliche Räume für Jugendliche

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Fehlende öffentliche Räume für Jugendliche

Als Jugendbeirat haben wir die Aufgabe den Jugendbeteiligungsprozess in Mannheim kritisch zu begleiten. Aus unseren Teilnahmen an den Stadtteilversammlungen und Kinder- und Jugendgipfeln wurde unsere Aufmerksamkeit auf fehlende öffentliche Räume für Jugendliche gelenkt. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diese Forderung der Kinder und Jugendliche ernst zu nehmen und sie in die Politik hineinzutragen.

Jugendlichen fehlen Räume und Orte in ihren Stadtteilen, um sich miteinander zu treffen und sich zu entfalten. Anders als für Kinder gibt es keine Orte im öffentlichen Raum, die auf Jugendliche ausgerichtet sind. Stattdessen sind viele Plätze vollkommen ungeeignet um Jugendlichen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung zu bieten.

Aufgrund dieses Mangels an Räumen für Jugendliche entstehen häufig Konflikte zwischen ihnen und anderen Gruppen, da Jugendliche sich gezwungenermaßen an anderen Orten (z.B. Spielplätzen) aufhalten.

Unsere Vorgehensweise

Der 68Deins! Jugendbeirat Mannheim kommuniziert mit Bezirksbeiräten und Gemeinderat und vernetzt sich mit innerstädtischen Gremien sowie der Verwaltung. Wir arbeiten zusammen mit Jugendbegegnungsstätten, -treffs, -häuser und dem Stadtjugendring, um die Problematik der mangelnden öffentlichen Räume zu beheben.

Der Jugendbeirat besucht die 68Deins! Stadtteilversammlungen um konkrete Anliegen wahrzunehmen und weiter in Politik und Verwaltung zu verfolgen.

Anforderungen an die Räume für Jugendliche

Die Orte für Jugendliche müssen zentral und einfach zu erreichen sein. Sie dürfen die Jugendlichen nicht an den geographischen und sozialen Rand der Stadt bzw. eines Stadtteils drängen.

Bei der Konzeption und Lokalisierung von Plätzen für jugendliche Menschen müssen die Jugendlichen vor Ort und von Beginn an unmittelbar eingebunden werden. Die Jugendlichen sollen direkt in den entsprechenden Gremien vertreten sein. So wird sichergestellt, dass die Plätze ihre Bedürfnisse nicht verfehlen.

Die Räume für Jugendliche müssen einen niederschwelligen Zugang haben und dürfen keine institutionalisierten Öffnungs- oder Schließzeiten haben. Schließungszeiten verhindern eine offene Gestaltung von Freizeit der Jugendlichen und gehen an ihrer Lebensrealität vorbei.

Im Zeitalter der Digitalisierung gehört es zu unseren Grundbedürfnissen als „Digital Natives“ in unseren öffentlichen Räumen W-LAN Zugang zu haben. Mannheim sollte, anders als in Deutschland üblich, der Digitalisierung nicht hinterherhinken und offenes W-LAN in allen Stadtteilen zur Verfügung stellen.

 

Das Positionspapier als PDF-Dokument findet ihr hier.